Wenn man sich einmal die Angebote für Jobs aller Art auf speziellen Plattformen im Internet anschaut, dann kommt einem manchmal wirklich das Grauen.
Die Vergütung, die für Handwerks- oder Dienstleistungsaufträge geboten werden, sind so gering, das Verglichen damit, selbst das Gehalt einen Damenschuhverkäufers aus Chicago einem Vermögen gleich käme.
Diese erschreckende Tendenz wird auch in dem Blogbeitrag "Job Gesucht - Bei mir hämmerts" des "Seo-Blog" (Die-Antwort-auf alle-Fragen.de) angesprochen.
Als Beispiel wird dort zum Beispiel ein Jobangebot genannt, in dem eine komplette Website erstellt werden soll und hierbei "perfekte Kenntnisse in HTML-, PHP- und Pearl" vorausgesetzt werden. Laut des Autors sollte diese Aufgabe (nach damaligem Auktionsstand) mit 40 Euro vergütet werden.
Normalerweise kann ich über derartige Angebote nur lachen und denke mir, wer auf ein solches Angebot eingeht, muß definitiv "mächtig einen an der Waffel haben".
Wenn man allerdings auf derart dreiste Jobangebote (wie oben geschildert) trifft, vergeht einem dieses Lachen manchmal aber doch, da man ja leider auch feststellen muß, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich bereit erklären für eine Vergütung zu arbeiten, durch die sie sich eigentlich nur selber verspotten.
Das eigentlich Schlimme an solch abwegigen Angeboten ist m. E. jedoch, dass dadurch ganze Branchen geschädigt werden.
So werden einige Handwerker oder Dienstleister quasi gezwungen, ihre Preiskalkulation so anzupassen, dass sie zumindest halbwegs konkurrenzfähig bleiben. Zudem schrecken derartige Angebote auch viele Menschen davor ab, selber eine Dienstleistung auf selbstständiger Basis anzubieten. Wenn zum Beispiel ein junger (und wirklich talentierter) Webprogrammierer ein Angebot (wie oben beschrieben) liest, muß er (oder sie) sich wirklich die Frage stellen, ob es heutzutage überhaupt noch lohnen kann, entsprechende Dienstleistungen anzubieten.
Diesen Menschen sei allerdings gesagt, dass sie sich nicht von dieser "Billig Billig" Mentalität, abschrecken lassen sollen. Denn es gibt noch genügend Menschen, die wissen, dass Qualität immer ihren Preis hat und die sich auch nicht als Sklaventreiber fühlen möchten, wenn sie einem Menschen einen Auftrag für eine Handwerks- oder Dienstleistung erteilen.
Dään
Montag, 14. Januar 2008
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