Donnerstag, 7. Februar 2008

Alte Menschen erobern das Internet

Die Geburtenrate im deutschsprachigem Raum ist schon seit längerer Zeit sehr niedrig, so dass daraus resultierend der Anteil der älteren Menschen in unserer Gesellschaft immer größer wird.
Dass sich dieser demographische Wandel auch auf das Internet auswirken wird, war mir längst klar. Als ich gestern im "Netprofit News"-SEO Blog, den Beitrag: "Vernachlässigte Zielgruppe: ältere Internetnutzer?" las, war ich doch sehr überrascht, wie stark sich der demographische Wandel bereits jetzt hinsichtlich des durchschnittlichen Alters von Internetnutzern auswirkt.
So findet man in oben genanntem Beitrag zum Beispiel den Hinweis, dass bereits jetzt mehr Menschen im Internet surfen, die älter als 60 Jahre sind, als Menschen im Alter von 14 bis 19 Jahren.
Vor allem diejenigen Webmaster, die kommerzielle Internetprojekte betreiben, werden sicherlich anstreben, ihre Projekte auch für ältere Nutzer so interessant wie möglich zu gestalten.

Was ist diesbezüglich zu tun?

Ich denke thematisch muß sich nichts großartig ändern, denn zum Einen wird nicht nur die Anzahl der älteren Internetnutzer immer größer, sondern auch derjeniger, die das Web aktiv mitgestalten und somit ähnlich gelagerte Interessengebiete haben sollten.
Und zum Anderen würde ich es für unsinnig halten, wenn zum Beispiel ein Betreiber eines "Hip Hop"-Portales sich nun plötzlich um 180 Grad drehen würde und nunmehr auf "Volksmusik" umschwenken würde, nur weil er dann ggf. zukünftig mehr Besucher erwarten darf.
Worauf man eventuell zukünftig noch etwas mehr Wert legen sollte, ist die "Barrierefreiheit" von Internetseiten, da die Anzahl der "Barrieren", die es beim Surfen oftmals zu überwinden gibt, mit zunehmendem Alter steigend sind.

Hier möchte ich nur stichwortartig einige typische Barrieren nennen, wie zum Beispiel:

1. Schlechte Lesbarkeit von Texten aufgrund zu kleiner Schriften oder zu geringem Kontrast mit dem Hintergrund.

2. Schwer zu bedienende Seitennavigationen (z. B. Pulldown Menus), mit denen viele Menschen, deren Feinmotorik nachgelassen hat, schwer zu kämpfen haben.

3. Zu "hektische Seiten" mit zu vielen sich bewegenden Elementen oder blinkenden Bannern, die gerade ältere Menschen oft dazu veranlassen, auf "ruhigere Seiten" zu wechseln. (Stichwort: Augenkrebs)

Wer also immer schon Wert darauf gelegt hat, dass seine Webprojekte benutzerfreundlich sind und nach Möglichkeit dem Nutzer keine "Barrieren" in den Weg legen, muß sich bezüglich der sich ändernden Altersstruktur der Internetnutzer keine Gedanken machen, sondern sollte sich diesbezüglich bestätigt sehen und auf diese Weise fortfahren.

Dään